Klasse Story
Die Inszenierung ist wohl die beste, die so ein Kartenspiel je gesehen hat, die Musik, die Übergänge, die Karten, die Sprüche. Alles perfekt. Besonders im Zusammenspiel.
Es baut eine fantastische Stimmung auf, und hat man wird von Meves Kampf echt mitgerissen und das Gefühl der Verzweiflung oder schließlich des Triumphs wird wirklich gut rübergebracht.
ABER:
Das wichtigste: Das Kartenspiel - ist leider nicht so perfekt wie der Rest.
Und ich rede nicht davon, dass die Grundlage irgendwelche Probleme hätte. Nein, Gwint ist klasse und bietet zig Möglichkeiten sich zu entfalten, wie man an dem Mehrspielertitel leicht erkennt.
Allerdings ist das in diesem Spiel nicht der Fall.
Klar, die Story beschränkt den Großteil der Karten auf die nördlichen Königreiche. Allerdings sind die Menge der Karten recht beschränkt und die dauernden Zusatzregeln in den "verkürzten Kämpfen", wie man sie zu Hauf antrifft, schränken den Deckbau weiter ein. Denn einige Kämpfe schienen mir, zumindest auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, mit dem falschen Deckansatz vielleicht nicht immer unschaffbar aber zumindest viel mehr als mir lieb ist, vom Glück abhängig.
Zu der beschränkten Auswahl der nördlichen Königreiche kommen noch wenige Karten der Skelliger und Zwerge (Elfen habe ich in meinen zwei Durchläufen keine für mein Deck gesehen)
Aber hier hören die Schwächen des Kartenspiels nicht auf.
Standardkämpfe machen vllt maximal 50% der Kämpfe aus, und von diesen "Standardkämpfen" sind nochmal 50% verkürzt(nur eine Runde) und 40% haben irgendwelche Sonderregeln und Extraeinheiten.
Die, häufig optionalen, Rätselspiele sind an und für sich eine gute Idee allerdings sind den Entwicklern scheinbar früh die Ideen ausgegangen. Anfangs teils noch echt kniffelig und interessant gestaltet, stumpfen diese Einlagen leider zunehmend ab je weiter man im Spiel voranschreitet.
Das alles macht das Spiel zwar nicht kaputt, aber es trübt den ansonsten makellosen Eindruck leider dann doch sehr.